MUSAICUM

MUSAICUM wurde 2009 als eigenes Ensemble von Karolina Brachman gegründet, um die Vokalmusik des 16.-18. Jahrhunderts zu erforschen und interpretieren. Im Laufe der Zeit widmeten sich die Künstler auch späteren Epochen – entsprechend variierte die Instrumentierung und damit die Besetzung.

Heute steht MUSAICUM für alle künstlerische Projekte, Ideen und Programme der Wuppertaler Sängerin Karolina Brachman, die Sie mit verschiedenen Musikern aus unterschiedlichen Ländern realisiert.

Die Grundlage der Interpretation und damit der Auswahl der Mitwirkenden bildet dabei konsequent die historisch informierte Aufführungspraxis. So spielen die Musiker auf originalen Instrumenten oder Nachbauten, die die Klangfarben aus der Schaffenszeit der Werke authentisch wiedergeben und auf diese Weise Stücke so erstrahlen lassen, wie der Komponist sie ausdrücken wollte.

Abhängig von dem jeweiligen Programm und der Epoche der Projekte, haben bisher ganz unterschiedliche Musiker und Instrumente bei MUSAICUM mitgewirkt:

· Irene Klein, Krzysztof Firlus (Viola da Gamba),
· Anna Firlus, Marcin Świątkiewicz, Marek Toporowski, (Orgel, Cembalo),
· Johanna Seitz (Harfe),
· Elisabeth Seitz (Hackbrett)
· Stefan Rath, Christoph Barth (Laute),
· Alexander Puliaev (Hammerklavier, Cembalo),
· Georges Barthel (Traversflöte),
· Markéta Cukrová (Mezzosopran)
· Małgorzata Malke, Marzena Biwo (Violine)

 

Ein Gesamtkunstwerk schaffen

Das Wort MUSAICUM bedeutet „Werk den Musen gewidmet“ und ist gleichzeitig eine spätlateinische Bezeichnung von Mosaik. Damit drückt es genau das aus, was Karolina Brachmans Herangehensweise an musikalisches Material so einzigartig macht:
Wie die Steine eines Mosaiks aufeinander abgestimmt sind und sich zu einem Bild verbinden, so gestaltet die Künstlerin Konzertprogramme, in denen sich die Stücke thematisch oder stilistisch zu einem Ganzen zusammenfügen und dadurch ein historischer und gleichermaßen ästhetischer Kontext künstlerisch erfahrbar wird.

Dabei betrachtet die Künstlerin die Musik auch im Zusammenhang mit Geschichte, Kultur und anderen Künsten und lädt das Publikum zu einer Reise in die spannende Welt von menschlichen Emotionen, Fantasien und Skurrilitäten ein , die in unterschiedlichen Epochen und geographischen Räumen jeweils als schön und wichtig angesehen wurden. In diesem Bewusstsein interpretiert das Ensemble MUSAICUM englische lute songs, französische airs de cour, italienische madrigali, motetti und concerti sowie deutsche Lieder.

Die Inspiration für die höchst abwechslungsreichen, kulturhistorisch fundierten Konzertprogramme schöpft Karolina Brachman aus verschiedenen Quellen. Sie entstehen manchmal aus Faszination von einem Thema, aber können ebenso das Ergebnis von musikwissenschaftlichen Recherchen sein. Überwiegend betreffen sie Musik des 16-17. Jahrhunderts, reichen aber immer öfter ins 18. oder 19. Jahrhundert bis in die Romantik.

Dabei beschränkt sich Karolina Brachman nicht auf anerkannte Kompositionen, berühmte Komponisten und bekannte Werke – sie ist stets auf der Suche nach interessanten, aber vergessenen oder schwer zugänglichen Werken, denen sie im Rahmen ihrer Programme ein neues Forum bieten möchte. Auf diese Weise ist ihr Repertoire unkonventionell, überraschend und immer wieder voller neuer Hörerlebnisse, die ihresgleichen suchen.